Warum ist nachhaltiger Fisch gut für … Menschen?

Fisch und Meeresfrüchte sind hierzulande ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Für rund 3 Milliarden Menschen weltweit – vor allem in Entwicklungsländern – sind Fisch und Meeresfrüchte jedoch eine unverzichtbare Proteinquelle.[1]

Weltweit decken die Menschen im Jahr 2010 durchschnittlich 16,7 Prozent des konsumierten, tierischen Eiweißes mit Fisch. In einigen Ländern liegt dieser Anteil sogar bei über 50 Prozent.[2] Denn Fisch ist dort eine vergleichsweise preiswerte Proteinquelle – auch für Menschen, die in Armut leben.[3]

Europa, weltweit größter Importeur von Fisch, deckt die Nachfrage auch durch eingeführten Fisch. Rund 60 Prozent des in Europa konsumierten Fischs stammen aus nicht-europäischen Meeren. Statistisch betrachtet hat Europa „seinen“ Fisch aus eigenen Gewässern bereits zur Mitte des Jahres aufgegessen. Die übrige Zeit essen wir importierten Fisch, der anderswo fehlt – als Nahrung, aber auch als Stützpfeiler der lokalen Wirtschaftsstrukturen.

Wir müssen uns der Verantwortung stellen, die wir als Verbraucher in Europa haben. Sie besteht auch in der Sicherung der Nahrungs- und Einkommensgrundlagen der Menschen in Entwicklungsländern.

Nur wenn wir es gemeinsam schaffen, die Fischerei weltweit zum nachhaltigen Umgang mit diesem wertvollen Gut zu bewegen, bleibt uns Fisch als gesundes Nahrungsmittel in ausreichender Menge für alle Menschen erhalten. Durch unsere Kaufentscheidung können wir als Konsumenten Einfluss nehmen – auf die Förderung und Gestaltung einer nachhaltigen Fischerei, die den an Küsten lebenden Menschen langfristig erhalten bleiben muss.

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[1] FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations). The State of World Fisheries and Aquaculture 2014. Rome. Page 66. http://www.fao.org/fishery/sofia/en

[2] FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations). The State of World Fisheries and Aquaculture 2014. Rome. Page 22. http://www.fao.org/fishery/sofia/en

[3] FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations). The State of World Fisheries and Aquaculture 2014. Rome. Page 24. http://www.fao.org/fishery/sofia/en

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